Über mich

Der Tag, an dem ich als Besucher diese Welt betrat, war ein Montag, der 13te. Ebenfalls an diesem Tag verbietet das österreichische Bundesland Kärnten, zum Schutz von moralischer Verwahrlosung von Jugendlichen, den Verkauf von Wildwest- und Gangstergeschichten. In Deutschland begann das, was als Wirtschaftswunder in die Geschichte einging. In dem kleinen Dorf Heydebreck, mitten im Kohlerevier Oberschlesiens, war davon wenig, um nicht zu sagen, nichts zu spüren. Dies war wohl mit ein Grund, was meinen Vater , der leider viel zu früh, im Alter von 40 Jahren verstarb, dazu trieb, mit meiner Mutter und meinem damals 2 jährigen Bruder , nach Deutschland West umzusiedeln. Die Situation wurde, durch den Tod meines Vaters, natürlich noch schlimmer. Meine Mutter arbeitete rund um die Uhr, damit sie uns durchbrachte. Dies ist ihr auch bestens gelungen. Ich habe nie etwas, was wirklich wichtig war, außer einem Vater, vermisst.

Ich war von klein auf daran gewöhnt, mich um Dinge, die ich wollte, zu kümmern. Das hat mich geprägt. Diese Erfahrungen, die ich in dieser Zeit machte, sind mir in meinem ganzen Leben zugute gekommen. Als mittelmäßiger Schüler, eher hinteres Mittelfeld, habe ich sehr schnell gelernt, mich durch sportliche Aktivitäten in den Vordergrund zu “spielen”. Der Sport hat mich , wie ein roter Faden, durch mein Leben begleitet. Ich kann mir ein Leben ohne Sport nur schwer vorstellen. Ich will mir das auch nicht vorstellen. Lange Zeit war Fußball das Wichtigste. Ob bei den Messdienern, in der Jugendgruppe, auf der Strasse oder im Verein, der Ball löste bei mir das Gefühl aus, mit ihm spielen zu müssen. Das änderte sich auch nicht, als ich mit 17 Jahren, meine frühere Verlobte, mit der ich jetzt 27 Jahre verheiratet bin, kennen lernte. Als die schönsten Jahre meines Lebens möchte ich die Zeit, in der ich Maschinenbau studierte , bezeichnen. Es war wohl das Gefühl der grenzenlosen Freiheit und die schier unbegrenzten Möglichkeiten die wir hatten, die diese Gefühle in mir hervorriefen. Eva, ohne der dies alles gar nicht möglich gewesen wäre, war für die Beschaffung der “Kohle” verantwortlich. Wir hatten zwar nicht viel Geld, jedoch immer ein gutes Auskommen. Wir haben nichts Wichtiges vermisst.

Das Leben nahm seinen Lauf. 2 Kinder. Christian und Andreas. Ein Haus gebaut. Einen Baum gepflanzt. 4 Jahre meines Lebens in die Konzeption, den Bau des Hauses und der Außenanlagen investiert. Ein sehr lohnendes Investment. Wir haben ein schönes Zuhause. Nachdem Haus und Garten fertig waren, konnte ich mich wieder mehr dem Sport widmen. Ich begann zu laufen. Relativ schnell, nach 6 Monaten Training, konnte ich eine 36,24 min. auf 10 000 m laufen. Den Halbmarathon hatte ich nach einem 3 monatigen Training in 1.26.34 Std. absolviert. Mein rechtes Knie, das durch den Fußball, mehr als ich ahnte, lädiert war, machte mir zu schaffen. Operation der gerissenen Kreuzbänder und überdehnten Innenbänder war die Folge. Es begann eine Leidenszeit. Nach einem Jahr und einer 40 min Zeit auf 10 000m wechselte ich die Sportart. Ich begann Skilaufen zu lernen. Es machte riesigen Spaß und erst recht, als ich es dann endlich konnte. Da Skifahren in unseren Breiten nur im Winter möglich ist, habe ich mit Tennisspielen begonnen. Wenn man mit 38 Jahren zu spielen anfängt, ist die Technik, naturgemäß nicht sehr ausgefeilt. Dies konnte ich teilweise durch mein gutes, läuferisches Potential ausgleichen. Für die Bienenzucht, die ich seit 1980 betreibe, blieb mir immer weniger Zeit. Die meisten meiner Freunde und Bekannten konnten mit der Verbindung Peter Holy und Bienenzucht sowieso nichts anfangen. Ich kann jedem nur raten, sich einmal mit den Bienen zu beschäftigen. Es ist faszinierend. Die Organisation und Harmonie in einem Bienenstaat ist einmalig. Da können wir Menschen noch sehr viel lernen.

Ein aufmerksamer Leser wird sich fragen, was macht denn eigentlich seine Frau in all der Zeit. Eva ist nicht gerade das, was man eine große Sportskannone nennt. Sie hält es da mehr nach Winston Churchill ” No Sports ” Glücklicherweise gibt es eine Sportart, die man nur zu zweit betreiben kann. Das Tanzen. Wir hatten ganz klein begonnen. Es endete damit, dass wir in einer Breitensportformation mittanzten und ich der erste Vorsitzende des Vereins wurde. Es waren 3 schöne Jahre, die wir beide nicht vermissen möchten.

Zu meinem jetzigen Hobby, dem Triathlon, den ich leidenschaftlich betreibe, bin ich durch einen glücklichen Umstand gekommen. Ein Arbeitskollege hatte mich eines Tages zum Radfahren mitgenommen. Mit meinem alten, rostigen Stahlrahmenrad konnte ich erstaunlich gut mithalten. Seine Aussage, das er nicht glaube, dass ich überhaupt kein Fahrrad fahre, was jedoch stimmte, machte mich neugierig. Ich wäre nicht der, der ich bin, wenn ich nicht mit Elan, Ehrgeiz und Begeisterung an die Sache herangegangen wäre. Resultat. 2 Jahre später Finisher beim Ironman in Hawaii. Da kam mein Leitfaden wieder voll zur Geltung.

” Jeder Mensch begrenzt sich selbst. Deine Gedanken sind der Leitstrahl zu Deinem Glück!”

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